Historische Hintergründe
Am 2. Juli des Jahres 1500 beschloss der Reichstag zu Augsburg unter dem Habsburger Kaiser Maximilian I. eine neue Reichsexekutionsordnung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Hierzu wurde das Reich in zunächst sechs überterritoriale Verwaltungseinheiten, die man Reichskreise nannte, geordnet. Eine dieser Verwaltungseinheiten war der Fränkische Reichskreis. In ihm waren bis zu 27 selbstständige Herrschaftsgebiete vertreten.
Trotz aller Differenzen und der konfessionellen Spaltung innerhalb Frankens gelang es den geistlichen und weltlichen Fürsten, sowie den freien Reichsstädten über drei Jahrhunderte schwierige Aufgaben wie die Sicherung des Landfriedens oder die Stellung von Truppen für das Reichsheer gemeinsam zu bewältigen.
Der Fränkische Reichskreis stellte das Kreisaufgebot, erließ gemeinsame Polizeiordnungen und führte die Aufsicht über das Münzwesen.
Erst durch das Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation im Jahr 1806 wurde der Fränkische Reichskreis aufgelöst.
Die Gründung des Fränkischen Reichskreises hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich auf dem fränkischen Territorium, trotz der großen Vielfältigkeit seiner Einwohner, eine gemeinsame Identität entwickeln konnte, die bis heute in ganz Franken zu spüren ist.
In Gedenken an die Gründung des Fränkischen Reichskreises wird der „Tag der Franken“ am ersten Juliwochenende als Festtag begangen.
